Der Microfish schwimmt durch tiefe Wasserlandschaft. Hip Hop, Jazz, Reggae und gebrochene Electric-Prosa sind seine Begleiter. Hinter dem Fisch verbirgt sich Christian Schwanz (aka mcc), der dem Wassertier das Schwimmen offenbarte. Andere ozeanische Wesen inspirierten ihn, so wie z.B. Rootsman aus Bradford (Third Eye Music) oder Stereotyp (G-Stone) aus dem schönen Wien, der im Fusionmeer funktionalen Wahnsinn zelebriert. “Keen” heißt der Track, der im Original Downbeatballadengeständnis ist. Der Gesang von Karen Salewski (aka Oona) begleitet die eleganten Rhodesmelodeien von Volker Meitz. Der Stereomann macht daraus gebrochenes Bassmanifest. Eine Geschichte aus unserer Zeit, geboren aus Soundschnipseln und Dub, erzählt den Tänzern, wo die nächste dunkle Ekstase verborgen ist. Und immer wieder schleifen sie in den Körper hinein: Vocalfragmente und Magengrubenästhetik. “It’s Me” (B1) verscheucht die Euphoriemeute von der Tanzfläche und gibt ihnen stattdessen ein wenig Kitsch und Perkussion. Kitsch kann schön sein, denken sie, wenn die Vögel im Intro zwitschern dürfen, bevor ungerades Beatgerüst folgt und sich vermählt mit Jazz und Pop.

mk

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