Miss Platnum hat keinen Bock mehr auf das Kratzbürstentum früherer Tracks. Jetzt wird astreiner R’n’B gemacht, den auch 15-jährige Ghetto-Girlies verstehen. Wenn man unbedingt will, kann man dezente Balkan-Exotismen raushören, vor allem in den Bläsersätzen, muss man aber nicht. Slicker Dancehall à la Seeds passt ihr auch in den Kram und die allgemeine Richtung ist, die Leute, die R’n’B schick finden, mit den Leuten zu versöhnen, die Dancehall für ehrlichen Kiez-Underground halten. Am schönsten ist die verhaltene Elektronikaballade “Sweet Garden”, die mit Andeutungen und verrauchtem Synthie auskommt, wo sonst die Spähne fliegen. Dreckig oder punkig oder sonstwie in Richtung hippem Elektro-Hop wie Spank Rock oder Don Cash geht hier nichts. Das kann man erholsam finden.

jeep

Leave a Reply

Your email address will not be published.