Das letzte Album vom Berliner DJ namens Pacou hatte noch die Katalognummer 69; jetzt ist er bei seinem zweiten Album für Tresor an der Nummer 99 angekommen. Dieses erste Album hätte Adjektive wie minimalistisch, stringent oder gradlinig nahegelegt und nun soll das neue Album laut Titel keinem Computer mehr beinhalten. Lang lebe also das Triggering und laut Waschzettel war bei jedem der 11 Tracks auch ein anderes Studio-Setup involviert. Dieser neue eigene Weg mag sicherlich für Pacou interessant gewesen sein, den Tracks insgesammt hat es allerdings nicht unbedingt viel gebracht. Viele der Stücke wirken wie Hintergrundgeräusche, denen ein Stützkorsett fehlt und bei denen lediglich eine nervöse Hi-Hat das Sagen hat. Lediglich ãThe VaultÒ hat ein eigenes Profil, sticht heraus und bleibt in Erinnerung. Ein Track wie ãExpectedÒ mit mehr als 13 Minuten Länge dümpelt für 6 Minuten daher und erst nach einer Pause von 4 Minuten kommt noch etwas interessantes hervor. Leider bietet der Schlußstrich hinter 60 Minuten Pacou nur ein sehr unauffälliges Bild, mit dem man keine Erinnerungen schafft und auch Innovationen haben einen anderen Untertitel. Irgendwie ist dieses Album wie Jörg Heinrich bei der WM.

gw

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