“Fall in love with whoever you want to.” Und scheißt auf Gender-Grenzen. Das Ganze auf Albumlänge serviert und mit Titeln wie “Misogyny Drop Dead”, “Beyond Binary Binds” oder “Patriarchy Over & Out” garniert, weiß man sofort wo bei Planningtorock, die sich konsequenterweise ihren Passnamen in Jam hat wechseln lassen, die Reise hingeht. Bei der zukünftigen Koalition unter SPD/CDU, Parteien, die nicht gerade für Toleranz stehen, und dem weltweiten Erstarken homophober Tendenzen, die sich in Gesetzen äußern wie in Russland, ist das nötiger denn je. Manchmal vielleicht ein wenig zuviel Hercules & Love Affair im Sound, aber ansonsten überrascht Planningtorock mit Tracks, die trotz all ihres Pathos die Message durch die Ohren in den Kopf und auf die Tanzflächenfüße sendet. Sehr schön, und überrascht immer wieder. Für das streng-sperrige Theoretische gibt es schließlich auch entsprechende Autoren.

bth

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