redshape-dance-paradox

Es hat nicht viele Releases von Redshape gebraucht um zu entde- cken, dass es hier um ein so neues, deepes Detroitverständnis geht, wie sonst nirgendwo. Die ersten Platten sind nun schon drei Jahre her und unbeugsam gräbt sich Redshape immer weiter in diesen Sound. Sein erstes Album für Delsin zeigt das in aller Breite. Vom magischen Introtrack ”Seduce Me“ bis hin zu den extrem aufgeweichten Beats von ”Dark & Sticky“ ist hier nichts, wie es woanders zu sein hat. Wenn es auf ”The Dance Paradox“ um Sound geht, dann nicht um ein Messen der Kräfte mit neuen Technologien, sondern um das unerreichbare Gefühl von Sound. Um das Unangreifbare, diese Momente, in denen der Klang über sich hinauswächst und eine Ebene erreicht, in der man plötzlich die Eigenheiten nicht mehr als Effekte entdeckt, sondern als die durchdachte Struktur eines komplexen Arrangements, in dem jede Einstellung, jede Nuance, jede Andersartigkeit seinen Beitrag zu einer völlig eigenen Welt leistet. Man sagt natürlich immer noch Detroit, aber denkt dabei daran, wie die Sphären der Platte in Beats geschnitten werden, wie der Futurismus jenseits der linearen Zeit funktionieren könnte, wie in den Chimären des Dancefloors eine Ursprünglichkeit des Klangs wiedergefunden wird, die uns mit jedem Track sagt, dass es nicht darum geht was geht, sondern darum, wie man will, dass es sein soll. In diesem Sinn sind das hier alles Dancefloor-Killer. Richtig eingesetzt, lassen sie jedenfalls keinen Zweifel daran, dass das House bebt.
Shapedworld
Delsin
bleed

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