Die erste Platte von Scanner, “Blind”, die c.a 1993 erschien, basierte auf der Wiedergabe von Funkverkehr der amerikanischen Luftwaffe, wie auch dem Starten und Landen von Jets, war somit eine Sensibilisierung für die Sounds um uns herrum. Thomas Brinkmann hat diese prägnanten Sounds in seinen zurückhaltenen Maschienen- Funk integriert, der somit die Oberfläche aufbricht wie einst bei seiner Ernst 6 Veröffentlichung, wo Samples eines Funk-Stücks den Kontrast schufen. Sein 3/4 Takt Stück auf der Rückseite konfrontiert uns mit einer Warteschleife, die konstant Spannung aufbaut wie einst Derrick May Strings Of Life, wenn man mir den groben Vergleich gestattet. Der Charakter des Stückes ist leicht additiv und konstatiert bei aller Eindringlichkeit noch eine Milde, die sich mit seinem Max Ernst und Freunde Produktionen vergleichen lässt. Erst gegen Schluß schaffen Töne wie wir sie änlich von Daniel Bells DBX Projekt kennen einen modulativen Charakter, der zu kurzlebig ist, um das Stück zu bestimmen. Das dritte Stück ist eine Variation, sprich Manipulation der Flugzeuggeräusche mit zwei Tonarmen und Effekt. Jenes Stück ist vielleicht die Essenz der Platte, weil wenig an der Ursprungsquelle verändert wurde. Interessante Platte!

rrr

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