Wow. Die junge Schwedin genügt sich mit akustischer Gitarre, ihrer verhallten Stimme und ein paar sehr zarten Extras. Reduktion galore. In stürmischen Zeiten voller proletischer Wutbürger, die in den Zug drängen, bevor du ausgestiegen bist, die dich im Klinikum beim Warten sofort mit Meckereien überschütten und dich erinnern lassen, dass du selbst der ruhende Pol sein musst, ey Mann, fünf Gänge runterschalten, es gibt Schlimmeres, da tut Sumie einfach nur gut. Das ist gleichwohl keine Esoterik, sondern die Macht der Gelassenheit, der wahrlich melancholischen, versteht sich. Da bewegt sie sich schon eher im Umfeld von Mazzy Star, einem puren Nick Drake oder ihrem Mentor Nils Frahm, in dessen Studio das Album auch aufgenommen wurde. Nächster Sommer oder Madeira-Trip können kommen. Die Tage werden wieder länger – und nicht zwingend glücklicher.
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cj

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