Kitsch. Sagen wir es doch mal deutlich. Synkro liebt Kitsch. In flüsternden Frauenstimmen, in butterweichen Dubs, in diesen zu schönen Nuancen seiner Tracks, ja selbst mit den Aussagen, die die Vocals treffen, die auch von einem Supermodel stammen könnten. (Ich wünschte, Menschen könnten sich gegenseitig dafür akzeptieren, was sie innen drin sind). Viel Aua also, für jeden semikritischen, nicht-E-vernebelten Geist. Auf diesen eher ambientartigen Tracks trifft die Wandergitarre auf klassische Clicks-&-Cuts-Momente, die eigenen Wuschelköpfe auf Selbstwiederverwertung, die R’n’B-Mädchenzwerge auf übertransparente Beats und die ultratiefen Bässe auf Waldundwiesentrancemomente. Ist das zu überzogen? Anzeichen eines bevorstehenden Kollapses von Bass in Butterfahrtradio? Jein. Denn einerseits ist es längst so, andererseits ist die Doppel-EP dann doch immer so elegisch charmant in ihrem Unwillen, etwas von einem zu fordern, dass man gerne noch das Extrahäubchen Sahne auf den Marshmellowkakao legt.
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bleed

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