Das Projekt der beiden Kanadier Mcintosh und Madan gestattet intime Einblicke in das Leben der Matrixdrucker, einer dem Untergang geweihten Spezies. 12 Drucker versehen die ihnen zugedachte Aufgabe und drucken Dokumente aus, deren ASCII-Code einer Art Partitur gleicht. Die dabei entstehenden Geräusche werden aufgenommen und mittels der Parameter Pitch und Decay sanft bearbeitet, d.h. in erster Linie mit einen Hall versehen, der dem Ganzen einen leicht sakralen Charakter gibt, was bei einer Huldigung ja durchaus angemessen erscheint. Was spielt sich nun ab im Leben eines Druckers? Hauptsächlich natürlich ein ewiges Hin und Her von überwiegend recht behäbiger, rhythmischer Natur, das gelegentlich sogar melodisch oder gar richtig fett gerät. Oft gilt es druckvoll und energisch zu klingen, an anderen Stellen ist ein eher dezenter Auftritt nötig. Langweilig kann es gar nicht werden, vorausgesetzt die richtigen Dokumente sind am Start. Und wie die auszusehen haben, kann man sich auf seinem Rechner anhand der mitgelieferten ASCII-Files anschauen. Ein gelungenes Unterfangen.

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