Sehr darke aber vielseitige 5 Track EP aus Frankreich, die man eher aus Holland vermuten würde, so stark ist man, allein schon aus Bunker Zeiten und allem was danach noch so kam, daran gewöhnt, dass solche Platten immer eine bestimmt Herkunft haben. “Electro” mit dem industriellen Notfall seiner Motorbässe und dem ausgefeilt monochromen Minimalismus erinnert tatsächlich eher als Elektro das Label, als irgendetwas mit dem Stil zu tun haben zu wollen. C Alarm Hymne mit böse lethargischer Reaktionszeit. “Dead” beginnt zäh, aber electroid, mit schwelender Comicatmosphäre einer verlassenen Industrieanlage am Rande welcher Motorcity auch immer, und plinkert ein verlassenes Echo als Frage, ob überhaupt noch jemand da ist, durch seine karge dichte Landschaft. “Horus”, ähnlich trist, nimmt das Ganze gelassener, mit einem Arbeitergleichmut, der in den leisen Tönen zwischen den Vibrationen seiner Sounds tatsächlich so etwas wie Glück aufblitzen lässt, oder Zufriedenheit, was in solchen Fällen schon mal das Gleiche sein kann. Richtiggehend moride wird es auf dem mit kaum noch hörbarer Bassdrum versetzten “Techno”, das wie eine schwarze Gewitterwolke kontinentaler Ausmasse hereinzieht, und auf “Dark” bewegt sich die EP dann zum ersten Mal in souligere Gefilde von Electro. So übel gelaunt wie diese EP machmal wirkt, ist sie trotzdem eine der besten ihrer Art, die mir aus Frankreich jemals begegnet sind.

bleed

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