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“Black Light Spiral” von Untold (aka Jack Dunning) ist ein absolut unverbrauchtes, atemberaubendes Album, welches nach den ersten Eindrücken sehnsüchtigst erwartet wurde. Untolds Wurzeln liegen bekanntlicherweise in den rauen Genres der elektronischen Tanzmusik, d.h. in Dubstep, Jungle, Hardcore und experimentellem Techno. Aber dieses Album klingt wiederum nicht nach dem, was man von Untold kannte. Es ist wirklich neu, Untold erfindet sich fortwährend neu. Denn es ist spontan, es entwickelt sich ungestört, es ist absolut rau, es ist unperfekt und es ist irgendwie ein ungehindertes Aufeinanderprallen von Genre-Einflüssen. Ein Trip, voll von Ekstase und teilweise verstörenden und gleichzeitig bannenden Erschütterungen mit intelligent arrangierter Abenteuerlichkeit im Klang. Er spielt bei diesem Album mit Sirenen (“5 Wheels”), Sub Bass, Reggae-Samples, die in Funk übergehen (“Sing A Love Song”), und zerstörten Rhythmen. Kein Stück ist wie das andere und doch findet man s o etwas wie einen roten Faden mit Auftakt und Ende. Besonders begeistert das Stück “Drop It On The One”, dass sich krude und dröhnend, mit hypnotisch, repetitiven Stimmsamples zu einem monumentalen, kühl durchdringenden, überwältigenden und erdrückenden Höhepunkt hinbewegt und dann allein zurück lässt. Das Album ist jetzt schon als eines der Top-Alben 2014 festzustellen.

jonas

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