Das Berliner Label !K7 verdingt sich als Blogosphären-Gatekeeper: Abgesehen von dem etwas doofen Namen ist “F*>k Dance Let’s Art” eine gelungene Handreichung für alle, die in den letzten Monaten keine Zeit hatten, sich alle paar Tage durch den Musikfeed zu arbeiten und 3/4 der Files wieder zu löschen. Small Black, Truman Peyote und oOoOO sind für viele sicherlich eine Entdeckung, “Feeling It All Around” von Washed Out ist allerdings bei Hipster Runoff schon lange ein Running Gag – aber eben nur dort. Schwer vorstellbar ist allerdings, dass “Underground”-Interessierte Animal Collective, Crystal Castles und Toro y Moi verpennt haben könnten. Aber so ist das mit unübersichtlichen Marktsegmenten: Kalter Kaffee für die einen, heiße Schokolade für die anderen. Auch bemerkenswert, dass sich der “New American Underground” hier fast ausschließlich in Brooklyn abspielt, aber das wird man sich kaum ausgesucht haben. Die Compilation bietet jedenfalls ein in diesem Format bislang ungehörtes Destillat aus Pitchfork, Gorilla vs. Bear und dem ganzen Buzzband-Longtail der dort womöglich verdeckt inserierenden Kleinlabels. Ach ja, Musik war das Thema. Diese hier ist in vielen Fällen sehr gelungen und genießbar, aber wegen der stilistischen Vielfalt genießt man am besten jede zu ihrer Zeit. Vielleicht doch die Tracks googlen und eigene Sampler basteln? Wenn man bloß mehr Zeit hätte…
http://www.k7.com
Roman

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