Marin Bell, Rare People House Brand, Jacy und natürlich Deep88 rocken hier eine lässig schluffig smarte EP zusammen, die voller Nuancen der Oldschool, der abstrakt reduzierten Drumgrooves, swingenden Casios, flausigen Chords und discoiden Anleihen ist, ohne dabei aus dem Ruder zu laufen, denn 12 Records, das steht bei aller Eleganz immer auch für die richtige Portion Abstraktion. Was meinen wir eigentlich mit Abstraktion? Irgendwas Intelligentes? Was Schräges? Was Merkwürdiges? Nein, einfach diesen Überblick über den eigenen Sound zu haben und dabei zu sehen wohin er laufen muss, damit er nicht in den Milliarden Soundfragmenten, die wir im Kopf haben, ständig an das anstößt, was wir schon kennen, was uns überpräsent ist, und so etwas Neues erzeugen kann in dem unüberwindlichen Netz aus Referenzen, in denen alles bekannt vorkommen kann, es aber darum geht, diese Bekanntheit als eine Welt zu entdecken, die dennoch nie gewesen ist, und alles, auch die tiefste Erinnerung, in Bewegung versetzt. Exkurs zu Ende. Platte toll. Und das mit so vertrackt unerwarteten, aber dennoch gleitend elegant süßlichen Arrangements.

bleed

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