Mit einem ravenden Sägezahn endet die neue Compilation vom Berliner Künstlerkollektiv Unoiki, die nun – nicht nur wegen des gewählten Titels – viel wärmer klingt. Denn Humekas “Transit” hat neben seinem Ravesog einen Haufen kleine Maiglöckchen im Gepäck und auch die Geo-Fraktion wird mit den Reisegeräuschen zufrieden gestellt. Doch auch davor wirkt einiges auf meditative Weise südlich. Storlons “Lai” steuert ein geklöppeltes Riesenrad für die Insel bei, J-Lab schickt karibischen Gitarrenflair, Ten and Trancer klingen wie Boards of Canada mit verstimmten Synthies (positiv gemeint) und auch Labelbetreiber Dr. Nojokes Ambient klingt wärmer mit seinen gedrungenen Tapeschnipseln, die wieder Lust auf mehr Kunstinstallation machen. Richtig ungewohnt (C-Dur!!!) ist Superlaunchers “Open Water”. Das verzaubert wie die großen ChillOut-Stücke der mittleren 90er. Mit Jesse Voltaire verirrt sich auch ein clubtauglicher Dubtechnotrack auf das Album. Überaus gelungen, diese Werkschau.
unoiki.bandcamp.com
bth

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