Das Album hat sich vorgenommen für Bands von Migranten (oder Nachfolgern, oder einfach Deutschen, deren Eltern irgendwann mal nicht in Ostpreussen gewohnt haben) Remixe zu machen und dabei die Sounds verschiedenster ethnischer Herkünfte nicht selten in ihrer Interpretation mit wilden elektronischen Bearbeitungen zu ehren. Das klingt erst mal ein wenig beliebig, ist in der Umsetzung aber fast durchgehen großartig, weil die Remixer von Margaret Dygas, Symbiz Sound, Can Oral, Niobe, Mark Ernestus, Gudrun Gut, Guido Möbius, uvm. in ihren Umsetzungen nie den Fehler begehen da irgendwie “Ethno” draus machen zu wollen, sondern sehr locker mit den Samples und Sounds umgehen, sich den Grooves annähern, mal schüchtern, mal überwältigt, und manchmal auch einfach, so macht man das auch immer wieder mal bei Remixen, etwas ganz anderes machen. Soundscapes und Kicks in friedlichem Nebeneinander, Umgangsformen die gelernt werden wollen, aber doch natürlich sind, und am Ende vor allem Musi k, die einen immer wieder in Welten entführt, die trotz ihrer weltumspannenden Herkunft und Referenz, irgendwie über eine Sprache zusammenfinden. Das einzige Problem vielleicht, man würde jetzt gerne die Originale auch hören.
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bleed

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