Erst kürzlich feierte man in diesem und anderen Medien das 100 Release von WARP und die Berichterstattung ging von nüchternder Aufreihung bis zur verehrenden Lobreden. Nun ist das uns allen genauso an die Niere gewachsene Label Compost unter der Leitung von Spielführer Michael Reinboth auf der Hälte dieser Releasezahl angekommen und trotzdem ist es nicht leichter, eine einigermaßen kurze Zusammenfassung all dieser Künstler und Talente in diesem Review unterzubringen. Das Wort Kritik ist gerade bei Compost ein selten einkehrender Gast und wenn überhaupt bedauert man in diesem vorliegenden Fall, daß Otto-Normalkäufer keinen Zugang zum Platteninfo hat, das immerhin drei Seiten füllt und all die Hintergründe anleuchtet, die sonst ganz im Dunklen bleiben. Die CD selber featured 12 Künstler/Gruppen und 5 dieser Tracks sind sogar bisher nicht veröffentlicht. Manches ist Drum & Bass (z.B. A Forest Mighty Black oder Fauna Flash), freie Electronica (z.B. Move D oder Funkstörung) oder Acid Jazz (z.B. Rainer Trüby Trio oder Taran), auch wenn diese Klassifizierung nicht mehr so hip ist. Ein Universum von Beats & Sounds, das auf nahezu allen 73 Minuten spannend und abwechslungsreich bleibt. Ein besseres Kompliment kann ich persönlich nicht machen und im Verhältnis zu Warp enstehen hier weniger Brüche und Kehrtwenden. Ein Extrashout geht an Hans Nieswandt in der Kategorie Mach-mir-gute-Laune sowie an Funkstörung für meinen Wunschsoundtrack zu Scullys und Moulders Kußszene. But nevertheless: Keep on Composing!

gw

Leave a Reply

Your email address will not be published.