Andrejus Kurkinas kickt auf den vier Varianten des Tracks wirklich jedes Mal genau in die Kerben von Oldschool, die einen völlig umhauen. Verdrehte sprunghafte Housegrooves mit Killershuffels und kleinen magischen 303s auf der Acid-Variante, slammend gebrochene, aber dennoch auf ihre Weise technoide Beats zu massiv schlendernder Bassline und plinkernd flirrender Fusionmelodie auf der Africa-Version. Ach so, ich sage immer Version, eigentlich sind das aber völlig verschiedene Tracks, die die Housegeschichte nur von verschiedenen Seiten beleuchten, wie die ultradeepen 70s-Samples in blinkend elegisch kickenden Housenuancen bei der America-Version oder der detroitmelodieverliebten Synthorgie auf der Mind-Version, die in butterweichen Hallräumen versinkt. Alle vier Killer, und dann kommt auch noch der magische Remix von Dirk Leyers hinzu, der der EP noch einen Hauch von Bass-Gefühl verleiht, dass mich im Groove irgendwie daran erinnert, was passieren würde, wenn Panasonic plötzlich als Postdubsteptruppe wieder auftauchen würden, aber natürlich von den für Leyers typischen ultrawarmen Melodiebögen in eine ganz andere Richtung getrieben wird. Eine EP, an der man nicht vorbei kommt.

bleed

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